Zertifizierung nach ISO 27001 auf der Basis
von IT-Grundschutz
(Schulprojekt: Garantiere nicht für Richtigkeit)
Was ist Auditierung/Zertifizierung
Warum benötigt eine Firma Zertifizierung
Welche Prinzipien liegen der Auditierung zugrunde
Wie läuft der Audit-Prozess ab, welche Stufen existieren / sind erforderlich
Welche Dokumente sind im Verlauf der Auditierung zu erstellen
Wer übernimmt während der Auditierung welche Aufgaben
Welche Sicherheitszertifikate zur IT-Sicherheit existieren
Realisierungsplan für Ihr Unternehmen
Was ist Auditierung/Zertifizierung
Audit (lat. audire, audit) hören, auch mit Anhörung übersetzt
Meist externe Prüfer betrachten innerbetriebliche Abläufe und Zustände
nach überbetrieblichen Kriterien
– Finanzaudit (Richtigkeit, Genauigkeit)
– Performanceaudit (Zielerreichung / Effektivität / Ökonomie)
– Prozessaudit (Betrachtet einzelne Prozesse)
– Produktaudit (Betrachtet Produkte aus Kundensicht)
– Projektaudit (Fortschritt von Projekten)
Warum benötigt eine Firma Zertifizierung
Viele Unternehmen stellen Ihre Produkte in großer Stückzahl her
Installation und Wartung können von Diesen nicht gewährleistet werden
Qualitätsstandards durch Schulungen
Zertifizierung ist keine Plicht, bietet aber Vorteile
Welche Prinzipien liegen der Auditierung zugrunde
Ethisches Verhalten
Sachliche Darstellung
Angemessene Sorgfalt
Unabhängigkeit und Objektivität
Nachvollziehbarkeit
Nachweise
Ablauf Auditprozess
Grundsätzlicher Ablauf:
Audit wird durch einen oder mehrere Auditoren mit
gültiger Lizenz durchgeführt.
2 Phasen:
Dokumentenprüfung
Vorortprüfung
Ergebnisse werden durch das BSI analysiert
und bewertet.
Erhalt des Zertifikats nach erwiesener
Eignung, 3 Jahre gültig.
Jährliche Überwachungsaudits
Nach 3 Jahren kann das Zertifikat durch ein
Rezertifizierungsaudit verlängert werden.
Rollen und Zuständigkeiten müssen vor dem Audit feststehen.
Erstzertifizierung

Ablauf der Erstzertifizierung
Voraudit
Überprüfung ob das Audit zum Erfolg
führen könnte.
Einzelne Aspekte aus Phase 1 und 2
stichprobenartig prüfen.
Darf nicht mehr als ein Drittel der Zeit
des eigentlichen Audits in anspruch
nehmen.
Es darf nur ein Voraudit durchgeführt
werden.
Antragssteller hat im Anschluss Zeit
evtl. Missstände zu beheben.
1. Phase
Sichtung der Referenzdokumente und
Verifizierung anhand der Prüfkriterien.
Die Ergebnisse werden in den
Prüfbericht mit aufgenommen.
Frist zur Behebung von
Unstimmigkeiten in den Dokumenten.
Ob mit Phase 2 begonnen wird, wird
von den Ergebnissen der 1. Phase
abhängig gemacht.
2. Phase
Vor-Ort-Prüfung des IT-Verbundes auf
Grundlage der Ergebnisse aus der 1. Phase.
Erstellung eines Audit-Plans.
Audit-Plan wird in den Prüfbericht
aufgenommen und dient der zeitlichen
Planung des Audits.
Stichprobenartige Überprüfung des ITVerbundes
auf Basis des Audit-Plans.
Prüfergebnisse, insbesondere
Abweichungen werden im Audit-Bericht
festgehalten.
Frist zur Behebung von Abweichungen.
Abschluss
Wenn das Audit-Team über beide Phasen
zu einem positiven Ergebnis gekommen
ist, dann wird der finale Audit-Bericht an
das BSI gesendet.
Über ein negatives Ergebnis muss dem
BSI auch berichtet werden.
BSI überprüft den finalen Audit-
Bericht auf:
– Vollständigkeit
– Nachvollziehbarkeit
– Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse
Bei positivem Ergebnis durch das
BSI, erfolgt die Zertifizierung des
Antragstellers.
Re-Zertifizierungsaudit
Zum großen Teil identisch mit einem
Erstzertifizierungsaudit.
Änderungen zur Erstzertifizierung müssen
im Audit-Bericht dargestellt werden.
Möglichkeit eines Vor-Audits besteht nicht
mehr.
Überwachungsaudit
Dient der Überwachung der Informationssicherheit
des IT-Verbundes im laufenden Betrieb.
Hat einen geringeren Umfang als das
Zertifizierungs-Audit.
Muss 1 Jahr bzw. 2 Jahre nach Ausstellung des
Zertifikates durchgeführt werden.
Die Überwachungsaudits werden beim
Erstzertifizeriungsaudit zeitlich mitgeplant.
Große Ähnlichkeit zum Erstzertifizierungsaudit.
Unterschied:
Ergebnisse aus Erstzertifizierungsaudit werden
ins Audit mit einbezogen und verglichen.
Welche Dokumente sind im Verlauf
der Auditierung zu erstellen?
IT-Sicherheitsrichtlinien
IT-Strukturanalyse
Schutzbedarfsfeststellung
Modellierung des IT-Verbunds
Ergebnis des Basis-Sicherheitschecks
Ergänzende Sicherheitsanalyse
Risikoanalyse
IT-Sicherheitsrichtlinien
Richtlinie zur
Risikoanalyse
Lenkung von Dokumenten und
Aufzeichnungen
Internen ISMS-Auditierung (Auditierung
des Managementsystems für
Informationssicherheit)
Lenkung von Korrektur- und
Vorbeugungsmaßnahmen
IT-Strukturanalyse
Definition des Untersuchungsgegenstands
Integration des Untersuchungsgegenstands
in das Gesamtunternehmen
Bereinigter Netzplan
Liste der IT-Systeme
Liste der IT-Anwendungen
Liste der Kommunikationsverbindungen
Liste der Räume
Schutzbedarfsfeststellung
Definition der Schutzbedarfskategorien
Schutzbedarf der IT-Anwendungen
Schutzbedarf der IT-Systeme
Schutzbedarf der
Kommunikationsverbindungen
Schutzbedarf der Räume
Modellierung des IT-Verbunds
Legt fest, welche Bausteine der IT
Grundschutz-Kataloge auf welche
Zielobjekte im betrachteten IT-Verbund
angewandt werden.
Ergebnis des Basis-Sicherheitschecks
Für jede Maßnahme, die in den für die Modellierung
herangezogenen Bausteinen enthalten ist, ist der
Umsetzungsstatus mit
„entbehrlich“
„ja“
„teilweise“
„nein“
vermerkt.
Ergänzende Sicherheitsanalyse
Für alle Zielobjekte des IT-Verbundes, die
einen hohen oder sehr hohen Schutzbedarf in
mindestens einem der drei Grundwerte Vertraulichkeit,
Integrität oder Verfügbarkeit haben oder
mit den existierenden Bausteinen der IT-Grundschutz-
Kataloge nicht hinreichend abgebildet (modelliert)
werden können oder
in Einsatzszenarien (Umgebung, Anwendung) betrieben
werden, die im Rahmen des IT-Grundschutzes nicht
vorgesehen sind,
ist zu entscheiden, ob weitere Risikobetrachtungen
erforderlich sind.
Rollen und Zuständigkeiten
Antragsteller:
Auditor; Auditteamleiter als befugter
Vertreter des Auditteams
Zertifizierungsstelle
Initiator des Auditprozesses.
Beauftragt einen Auditteamleiter und
stellt den Zertifizierungsantrag beim BSI.
Setzt die IT-Grundschutz-Methodik um.
Stellt die erforderlichen Dokumente und
Nachweise der Umsetzung zur Verfügung.
Unterstützt die Auditoren bei der Vor-Ort-
Prüfung des IT-Verbundes.
Auditoren:
Dürfen nur Themengebiete prüfen, für die sie das
notwendige Fachwissen und ausreichend Erfahrung
mitbringen.
Zwei oder mehr Auditoren können sich zu einem
Auditteam zusammenschließen.
Auditteam kann noch Erfüllungsgehilfen zur
Unterstützung hinzuziehen.
Jedes Mitglied des Auditteams muss vor
Beginn des Audits eine
Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen.
Das BSI muss dem Einsatz des Auditors bzw.
des Auditteams zustimmen.
Alle Mitglieder des Auditteams müssen im
Auditbericht aufgeführt sein.
Hilfskräfte:
Für reine Verwaltungstätigkeiten.
Vom Auditteamleiter überwacht und kontrolliert.
Keine einschränkenden Bedingungen.
Müssen nicht im Auditbericht genannt werden.
Zertifizierungsstelle:
unabhängige dritte Instanz
Gewährleistet Gleichwertigkeit der Prüfungen
und der Auditberichte.
Veröffentlicht die Schemata und
Interpretationen, nach denen auditiert wird.
Welche Sicherheitszertifikate zur IT-Sicherheit
existieren und welche sind für Ihre Firma
relevant?
Zertifikate für
IT-Produkte und IT-Systeme auf Basis der ITSEC
IT-Produkte und IT-Systeme auf Basis der Common Criteria bis EAL 7
IT-Produkte auf Basis der Common Criteria bis EAL 4
IT-Produkte auf Basis der Common Criteria bis EAL 7 im technischen Bereich
„Smart cards and similar devices“
Schutzprofile auf Basis der Common Criteria
Erstellen Sie einen Realisierungsplan
für Ihr Unternehmen
Das Verfahren beginnt in der Antragsphase
Informationsgesprächs
Antragsstellung
Antragsprüfung
In der Begutachtungsphase
Vertragsabschluss
Regeln der
Begutachtungsphase
Anerkennungs- bzw. Zertifizierungsphase
Diese Phase dient der Vorbereitung der
Anerkennungs- bzw. Zertifizierungsentscheidung
die auf Grundlage der Begutachtungsergebnisse in
den Berichten zu den System- und
Fachbegutachtungen getroffen wird.
Anerkennungs- bzw.
Zertifizierungphase
Dauer: 3 Jahre
Zwei Begutachtungen zur Systemförderung
werden durchgeführt.
Bei Verstoß gegen Verfahrensbeschreibungen
und Richtlinien oder Kompetenzmängel kann
das BSI in einer Mahnphase aussprechen
Quellen
Zertifizierung nach ISO 27001 auf der Basis
von IT-Grundschutz
Prüfschema für ISO 27001-Audits